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Unser Himmelsweiher

Ein ungenutzter Weiher auf dem Kita-Gelände, der im Laufe der Zeit sein eigenes Ökosystem mit einer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt entwickelte, gab den Anlass zu dem Projekt „Unser Himmelsweiher“. Durch den Wildwuchs gab es für dieMädchen und Jungen kein Herankommen an das Wasser und so überlegten Kinder, Eltern und das Kita-Team, wie man den Weiher zugänglich machen könnte, ohne zu viel in das Ökosystem einzugreifen.

  • Einrichtung: Ev. Kindertagesstätte Ebersbach
  • Ort und Bundesland: Schöpstal, Sachsen
  • Projektzeitraum: 01.05.2019 bis 15.01.2020
  • Thematischer Schwerpunkt: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik

Das Ökosystem Weiher

Die Kita lud den Sohn des Pfarrers ein, da der Pfarrer damals für seine Kinder den Weiher angelegt hatte. Er erzählte wie der Weiher früher einmal aussah und dass es eine Quelle gab. Die Neugier der Kinder war geweckt und gemeinsam gingen sie auf Spurensuche. Unter einer alten Steinplatte fanden sie schließlich die Quelle.

Die pädagogischen Fachkräfte wollten gemeinsam mit den Kindern den Weiher so verändern, dass er für sie nutzbar wäre. Dabei sollte allerdings kein Lebensraum für Pflanzen und Tiere verloren gehen. Die kleinen Forscherinnen und Forscher begannen eine Dokumentation über die vorhandenen Pflanzen und Tiere zu erstellen, indem sie Fotos machten, Fundstellen notierten und im Internet und Büchern recherchierten, mit welchen Tieren und Pflanzen sie in Berührung kamen. Zusätzlich notierten die Kinder, welche davon auf der Roten Liste standen. In Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten und Garten- und Landschaftsbauern berieten sie, welche Pflanzen und Bäume entfernt werden müssten. Leider konnten nur noch wenige Bäume stehen bleiben, um eine Beobachtungsplattform am Wasser zu schaffen und einen verletzungsfreien Aufenthalt zu garantieren. Den Kindern war klar: wenn sie Lebensraum wegnehmen, müssen sie woanders welchen schaffen.

"Unser Himmelsweiher"

Nach Tipps vom Naturkundemuseum und Nabu bauten sie eine Totholzecke, verschiedene Insektenhotels und Nistkästen und legten eine Schmetterlingswiese an. Das entfernte Holz verwendeten sie für den Bau einer kleinen Brücke und der Wildwuchs diente als Füllmaterial für die Totholzecke. So entstand ein Ort zum Beobachten, Träumen, Erzählen und Ausruhen.

Das wollten die Kinder herausfinden:

  • Leben im Dickicht wilde Tiere?
  • Kann ich die Beeren essen oder sind die giftig?
  • Woher weiß ich, was ich vom Baum absägen darf und was nicht?
  • Können Tiere umziehen?
  • Sind Blumen und Schmetterlinge Freunde?

Urteil der Jury

Die Kinder können im Rahmen eines sinnvolles Vorhabens, dem wieder zugänglich machen eines alten Weihers auf dem Kita-Gelände ein Biotop, seine Pflanzen und Tiere erforschen und gewinnen Einsichten in die Zusammenhänge in diesem Lebensraum. Das Forschen im Kontext eines für alle Beteiligten wichtigen Vorhabens ist für Kinder und Erwachsene außerordentlich motivierend, denn die Beantwortung der Forschungsfragen steht in einem sinnvollen Zusammenhang. Das Gemeinwesen wird stark einbezogen

Wir sagen herzlichen Glückwunsch!