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Sonderpreis Nachhaltigkeit

Vom Alles-Laden zum Alles-Gut-Laden

© © René Arnold / Stiftung Haus der kleinen Forscher

In der Kinderkonferenz der Kita wünschten sich die Kinder einen "Einkaufsladen". Aber einen kaufen? Das ist doch viel zu langweilig!

  • Einrichtung: Kindergarten "Kinderhaus Kunterbunt"
  • Ort und Bundesland: Ansbach, Bayern
  • Projektzeitraum: 01.02.2017 bis 22.12.2017
  • Thematischer Schwerpunkt: Naturwissenschaften, Mathematik, BNE

Ein Laden, in dem alles gut ist

Um ihren Laden gut zu planen, erkundeten die Kinder zuerst einen Wochenmarkt. Dann ging es an den Bau: Aus welchen Materialien soll der Laden bestehen und wie können die Einzelteile verbunden werden? Nach einigen Versuchen mit unterschiedlichen Werkstoffen und dem aufregenden Einsatz eines Akkubohrers feierten die Mädchen und Jungen die Eröffnung ihres Geschäfts. Benannt wurde der Laden passend zum Sortiment: Alles-Laden.

Doch schnell stellte sich Ernüchterung ein: Viel zu viele Spielverpackungen, das Geschäft ist überfüllt und dadurch wird viel kaputt gemacht. Um dieses Problem zu lösen, beschäftigten die Kinder sich dann mit Verpackungen und Müll. Geht es komplett ohne Verpackungen? Und was brauchen wir wirklich im täglichen Leben? Müssen wir acht verschiedene Joghurtsorten anbieten? Nach weiteren Forschungsausflügen auf den Wochenmarkt und in einen Klimaladen veränderten die Kinder den Laden noch einmal nach ihren Wünschen: Ein minimiertes, möglichst verpackungsfreies Angebot in einem schön dekorierten Laden, dem Alles-Gut-Laden. Hier machte den Kindern und ihren Familien das "Einkaufen" wieder Spaß.
 

Erst nachdenken, dann einkaufen

© Stiftung Haus der kleinen Forscher

Beim Planen und Bauen des Ladens konnten die Kinder ihre eigenen Projektideen verfolgen und umsetzen. Sie haben im Bauprozess Erfahrungen mit Schwerkraft, Statik und Materialunterschieden gemacht. Im Spiel stellten sie sich Fragen zu Themen wie Müllvermeidung, Umweltschutz und hinterfragten ihr Konsumverhalten. Als unerwartetes Chaos im Einkaufsladen herrschte, arbeiteten die Mädchen und Jungen aktiv und kreativ daran, die Probleme zu beheben.

Das wollten die Kinder herausfinden:

  • Wie bauen wir einen eigenen Laden?
  • Mit welchen Materialien können wir arbeiten und wie lassen sie sich verbinden?
  • Was soll im Laden verkauft werden? Und wer darf überhaupt damit spielen?
  • Wie gehen wir damit um, wenn Chaos im Laden herrscht und Müll herumliegt? Wie können wir möglichst viel verpackungsfrei verkaufen? Und gibt es natürlich verpackte Dinge?
  • Was brauchen wir wirklich im täglichen Leben?

Urteil der Jury

"MINT – vor allem Mathematik und Technik – und BNE gehen in diesem Projekt eine gute Bindung ein. Es ist sehr beeindruckend, wie viel Raum die Fachkräfte den Diskussionen der Kinder gaben und wie konsequent die Entscheidungen der Kinder maßgeblich waren."

Wir sagen herzlichen Glückwunsch!

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