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"Gute Art der Selbstreflexion"

Kita-Leiterin Annemie Ulrich berichtet, was der Gewinn beim "Forschergeist 2016" in der Kita verändert hat. Die intensive Auseinandersetzung mit der eigenen pädagogischen Arbeit hat ihr besonders gut gefallen.

© Jens Jeske / Stiftung Haus der kleinen Forscher
Prof. Dr. Mlynek, Prof. Dr. Schuster und Parlamentarischer Staatssekretär Rachel überreichen Vertreterinnen der Kita Girotondo aus Bremen ihren Preis als Bundessieger.

Wie haben die Kinder es empfunden, als ihre Kita gewonnen hat?

Im April 2016 kam das "Forschergeist"-Mobil mit Vertretern der Stiftungen und dem "Forschergeist"-Botschafter zu uns in den Kindergarten. Die Preisverleihung feierten wir mit einem großen Forscherfest, bei dem auch Vertreter aus der Politik, Eltern, Kinder und alle Erzieherinnen mit dabei waren. Die Kinder fanden es toll, alles live mitzuerleben und konnten die Feier mitgestalten, indem sie das Projekt vorstellten. Das war für alle ein unvergessliches Erlebnis, besonders für die Kinder. Sie konnten realisieren und hautnah miterleben, dass wir zusammen etwas geschafft haben und ihr Forschen anerkannt wurde. Das machte die Kinder, die Eltern und das Team sehr stolz.

Wie haben Sie in Ihrer Kita das Preisgeld verwendet?

Von dem Preisgeld haben wir verschiedene Magnetspiele und ein Tablet gekauft. Zudem sind wir gerade dabei, eine Holzwerkstatt einzurichten, die wir mit einer Werkbank, Forschertischen und Hockern ausstatten. In der Holzwerkstatt können die Kinder wunderbar den Umgang mit Längen und Maßen kennenlernen. Außerdem waren wir auf einer Fortbildung zum Thema Magnetismus und Mathematik. Zu diesen Themen werden wir als nächstes mit den Kindern forschen.

Hat sich der Kita-Alltag durch den Gewinn verändert?

Die Bewerbung ist eine tolle Erfahrung für das Team.

Forschen ist fester Bestandteil unserer Bildungsarbeit, regelmäßige Fortbildungen der Erzieherinnen beim "Haus der kleinen Forscher" sind selbstverständlich. Im Flur haben wir im Rahmen unseres Projektes einen Forschertisch eingerichtet, der den Kindern täglich zur Verfügung steht. Jetzt freuen wir uns schon auf die Fertigstellung unserer Werkstatt, da wir dort optimale Bedingungen zum Forschen haben. Der Gewinn hat uns als Team gestärkt und uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir sind weiterhin motiviert, mit den Kindern zu forschen. Da bieten sich ja unzählige Möglichkeiten und es macht allen großen Spaß.

Warum würden Sie anderen Kitas empfehlen, beim Wettbewerb teilzunehmen?

Wir ermutigen unsere Kolleginnen und Kollegen am Wettbewerb teilzunehmen und empfehlen generell jedem, sich zu bewerben, denn es lohnt sich – natürlich besonders, wenn man gewinnt. Aber auch wenn nicht: Die Bewerbung ist eine tolle Erfahrung für das Team und eine gute Art der Selbstreflexion. Durch den Fragebogen setzt man sich intensiv mit der eigenen Arbeit auseinander und kann diese noch einmal widerspiegeln.

Nehmen Sie dieses Jahr am Wettbewerb teil?

Dieses Jahr nehmen wir nicht am Wettbewerb teil. Wir schließen aber nicht aus, dies in den nächsten Jahren noch einmal zu tun, wenn wir ein schönes Projekt haben. Bis dahin werden wir sicher interessante Anregungen für weitere Projekte aus den bisherigen und kommenden Wettbewerben aufgreifen. Hier bietet sich ein großer, in der Praxis bewährter Ideenpool.

Steckbrief

Der Kindergarten Wibbelstätz aus Hönningen/Ahr hat beim "Forschergeist 2016" den Landessieg in Rheinland-Pfalz gewonnen. Bei der Bundespreisverleihung wurde der Kindergarten für sein Projekt "Wo kommt der helle Punkt an der Wand her?" als einer der fünf Bundessieger gekürt.

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