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Kurzinterview mit Berlins "Forschergeist"-Botschafter Müller

Warum finden Sie es wichtig, die frühkindliche Bildung im MINT-Bereich zu fördern?

© Senatskanzlei/ Martin Becker

Kinder erkunden mit großer Neugier und mit allen Sinnen die Natur und ihre Umwelt. Damit diese natürliche Neugier nicht verloren geht bzw. gefördert wird, gilt es, in den Kindertageseinrichtungen die naturwissenschaftlichen Phänomene im Alltag sichtbar zu machen, sie gemeinsam zu erforschen, also bewusst Gelegenheiten hierfür zu schaffen. Auch in städtischen Umwelten – gerade in Berlin mit seinen Grünflächen und dem grünen Umland – bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, die Naturelemente direkt zu erfahren, z.B. die Jahreszeiten zu erleben. Gleichzeitig gehört die Auseinandersetzung mit Technik in unserer Kultur zum Lebensalltag dazu – schon die jüngsten Kinder erleben vielfältige technische Geräte wie die Waschmaschine oder den Computer und wollen diese erforschen. Sie interessieren sich dafür, wie Probleme gelöst werden, wenn z.B. etwas kaputt geht. Das Sich-Beschäftigen mit dem Lösen von Problemen ist ein zentraler Aspekt von technischer Bildung.
Daher ist es bedeutsam, bereits in der frühkindlichen Bildung anzusetzen, den MINT-Bereich und somit die Potenziale der Kinder zu fördern. Das Land Berlin setzt sich schon seit vielen Jahren hierfür ein, indem es die Initiative "Haus der kleinen Forscher" durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie finanziell fördert. Seit Beginn der Förderung konnten bereits über 150 Kitas zum "Haus der kleinen Forscher" zertifiziert werden.

Beim letzten Wettbewerb "Forschergeist 2016" waren Sie bereits Botschafter in Ihrem Bundesland. Was ist Ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben?

Es ist die große Vielfalt an Themen und Fragestellungen, denen die Erzieher/innen und Kinder in ihren Forscherprojekten nachgehen und die kreativen Umsetzungen, die mich begeistern. Die Art der Fragen der Kinder wie: "Warum kippt der Kran nicht um, wenn er die schweren Betonblöcke hochhebt?" zeigt, dass beim Forschen das Staunen und die Wissbegierde wesentliche Elemente sind. Besonders gelungen finde ich es, wenn Ereignisse im Alltag der Kinder aufgegriffen werden, wie dies beispielsweise der Landessieger in Berlin getan hat, der eine Großbaustelle in der Nachbarschaft der Kita zum Anlass genommen hat, dies zum Jahresthema zu machen, die vielfältigen Aspekte einer Baustelle beleuchtet und ein eigenes Haus aus Eierkartons erbaut hat. Besonders gefreut hat mich, dass der Sonderpreis Kreativität an eine Berliner Kita gegangen ist, die die Verknüpfung von Kunst und Technik in Form des Baus eines "Krachlichtmobils" beeindruckend umgesetzt hat.

Welche Botschaft haben Sie für die Erzieherinnen und Erzieher, die sich mit ihrer Kita beim "Forschergeist" bewerben wollen?

Die wichtige Bedeutung der frühkindlichen Bildung für eine gelingende Bildungsbiographie der Kinder gilt auch für den MINT-Bereich. Daher möchte ich den Erzieherinnen und Erziehern in den Berliner Kitas ausdrücklich meine Anerkennung für Ihr Engagement im Feld des Forschens mit den jüngsten Kindern aussprechen und ich bin sehr gespannt, mit welchen Ideen und Projekten sie sich im nächsten Jahr für den Forschergeist bewerben. Vor allem wünsche ich den Erzieherinnen und Erziehern und den Kindern viel Freude bei der Umsetzung der Projekte und natürlich viel Erfolg für ihre Bewerbungen.

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